Kompetenznetzwerk für technische
Sauberkeit, Reinigbarkeit und
Sterilisierbarkeit in der Medizintechnik.
   

Naturwissenschaftliches u. Med. Institut Uni Tübingen

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„Wir nehmen am Kooperationsnetzwerk CleanMed teil, da die Sauberkeit von Medizinprodukten schon seit langem ein wichtiges Thema ist. Zusammen mit der Industrie können wir Projekte anstoßen und neue Erkenntnisse für saubere Produkte gewinnen.“
Dr. Dagmar Martin

Naturwissenschaftliches u. Med. Institut Uni Tübingen

Markwiesenstr. 55 | 72770 Reutlingen

 

+49 7121 515300

 

http://www.nmi.de/

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Seit seiner Gründung 1985 hat sich das NMI (Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen), ein Forschungsinstitut der Innovationsallianz Baden-Württemberg, zu einer stabilen Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt. Es betreibt anwendungsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften. Untersuchungen an medizinischen Werkstoffen und Oberflächen mit Hilfe grenzflächen- und mikrostrukturanalytischer Methoden ist seit ca. 25 Jahren am NMI Stand der Technik.
Bei vielen Themen war das NMI Vorreiter. So wurde die Notwendigkeit einer objektiven Bewertung der Sauberkeit schon 2004 erkannt. In einem Industriekooperationsprojekt mit 22 Implantatherstellern wurden Standardoberflächen entwickelt, die eine objektive und quantitative Beurteilung der Sauberkeit erlauben. Dazu werden Methoden wie XPS, SNMS und REM eingesetzt. In ZIM Projekten wurden später neue Standardoberflächen, z.B. für antibakterielle Oberflächen definiert.
Eine Herausforderung ist die Bewertung der Sauberkeit mit der Oberflächenanalytik in engen Lumen oder an unzugänglichen Stellen. Hierzu wurde am NMI ein Probenkörper entwickelt, der die Untersuchung an der Innenseite des Lumens ermöglicht. Neuartige Reinigungsverfahren waren und sind ein Thema, das in Projekten untersucht wurde. Reinigung ist vor allem auch als Vorbehandlung vor Kleben und Beschichten von immenser Bedeutung. Laserreinigung und das Abscheiden von Haftvermittlern werden im Projekt „LaserPromise“ untersucht. Auch hier sind weitere Projekte geplant.
Die Lesbarkeit von Laserbeschriftungen war ebenfalls ein Thema eines Industriekooperationsprojektes. Laserbeschriftungen müssen auch nach hunderten von Aufbereitungen sichtbar und lesbar sein. Die Bewertung der Korrosionsanfälligkeit und der Lesbarkeit über die gesamte Lebensdauer des Instruments hat deshalb eine große Bedeutung für die Qualität von Medizinprodukten. Durch die Einführung des UDI Systems und neuer Ultrakurzpulslaser ist das Thema wieder hochaktuell. Ein neues Projekt diesbezüglich ist im Rahmen von „CleanMed“ geplant.
Die Durchführung von Untersuchungen und die Dokumentation erfolgt am NMI nach DIN EN ISO/IEC 17025: 2005 (NMI Reg. No. DAP-PL-3420.00).